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Geschichte und Herkunft

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Wie der Tee von China bis nach Europa kam

Die chinesische Teekultur ist die älteste uns bekannte Art, das populäre, allgegenwärtige Getränk auf gehobene Art und Weise zu genießen und seiner heilenden Wirkung Tribut zu zollen. Bereits weit über zweitausend Jahre ist die traditionelle Aufbereitungsweise des Teegetränks inzwischen alt.

Nicht nur in China wird die legendäre Zeremonie zelebriert. Die japanische Teekultur wurde der chinesischen entliehen und im Laufe der Zeit immer weiter kultiviert. Man ist im fernen Osten seit jeher der Auffassung, dass Teekochen keine Tätigkeit, sondern eine Kunst ist.

Nach der großen Kulturrevolution und dem dadurch unterdrückten Genuss des Tees wird heute zumeist nur noch in Taiwan, im Westen und im Süden Chinas auf traditionelle Art Tee zubereitet und verköstigt.

Doch wie kam der Tee eigentlich nach Europa? Nach schier unendlich vielen Jahren in ursprünglichen Gefilden gelang der Tee Anfang des siebzehnten Jahrhunderts nach Europa. 1610 wurde das erste Mal eine größere Ladung grüner Tee nach Holland verschifft. Die Holländisch-Ostindische Kompanie hatte zum damaligen Zeitpunkt eine Monopolstellung, was den Handel mit Asien angeht. Da sie keine Kontakte zu chinesischen Völkern pflegten, führten Sie den grünen Tee über die Stadt Java ein.

Bereits 17 Jahre später gehörte der Transport des Tees zur alltäglichen Aufgabe der Schiffskompanie. Bei fast jeder Überfahrt wurden mehrere Kisten, gefüllt mit chinesischen und japanischen Gaben, verschifft.

Im Jahre 1644 verkaufte Holland die ersten hundert Pfund Tee an England. Weitere Jahre vergingen, bis das Handelsmonopol an die britische Ostindien-Kompanie ging, die es viele Jahre inne hatte.

Sechs bis neun Monate dauerte es zur damaligen Zeit, bis ein Schiff den Seeweg von Asien nach England zurückgelegt hatte. Die Qualität des Tees verminderte sich aufgrund der schlechten Lagerung in den Schiffen des britischen Imperiums. Doch man wusste ihn bereits zu schätzen und Tee war begehrtes Gut – Auch in minderer Qualität.

In dieser Zeit machte sich Wassili Storkow bereits auf dem Weg nach Russland, um ihm im Jahre 1618 hochwertigeren Tee zu überreichen. In einer Karawane durchkreuzte er die Mongolei sowie viele andere bekannte Städte, bevor er in seinem Land ankam. Der sogenannte Karawanentee galt als edelster Tee, da er von der Qualität wesentlich besser war als die mit dem Schiff gehandelten Variationen.

Ob Tee nun gesundheitsschädlich sei, oder nicht, darum stritten sich im alten Europa noch die Geister. Man fand später heraus, dass Tee gesundheitsfördernd ist, was die Beliebtheit und Prominenz des geheimnisvollen Getränks enorm steigerte.

So sagte es zumindest der holländische Arzt Cornelius Bontekoe. Man sollte so viel Tee trinken, wie man nur kann. Später stellte sich allerdings heraus, dass er von der betreuenden Kompanie dafür bezahlt wurde, so gut über Tee zu reden, um den Absatz zu fördern. Marketing in Zeiten des Wandels.

Am englischen Hof führte Katharina von Braganza den Teegenuss ein. Sie gilt somit als allgemeine Mitbegründerin der britischen Teekultur. Im Jahre 1717 eröffnete das erste Teegeschäft in London.

Es vergingen einige Jahre, bis im Jahre 1732 der erste Teegarten eröffnet wurde. Beleuchtete, kunstvoll ausgeschmückte Parks mit musikalischen Darbietungen und vielen kleinen Verkaufsständen für Tee und Speisen.

In der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts kam der Tee von Holland aus dann auch nach Deutschland. Ostfriesland galt als erster „Befürworter“ für Teegenuss in unserer Region, wodurch sich die ostfriesische Teekultur schnell entwickeln konnte.

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