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Geschichte und Legende des Kaffees

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Woher stammt der Kaffee und wer hat ihn entdeckt?

Wie viel Geschichte steckt in jedem Schluck deines Kaffees? Wie lange kennen wir Menschen schon Kaffee und seine Wirkungen? Und wie lange haben wir bereits Wissen über Anbau, Ernte, Weiterverarbeitung und Röstung? In jedem Schluck Kaffee stecken wahrscheinlich mehr als 800 Jahre Kaffeegeschichte. Es wird vermutet, dass die Anfänge des Kaffeeanbaus im 12. Jahrhundert in Jemen liegen. Belege existieren erst für das 14. Jahrhundert.

Der Buchautor Antonius Faustus Naironus veröffentlichte 1671 in einer Schrift eine Geschichte, die vermuten lässt, dass ab dem 14. Jahrhundert der Kaffee im Königreich Kaffa entdeckt wurde. Ein Hirte in Kaffa, eine Region in Äthiopien, soll der Entdecker sein. Der Ziegenhirte bemerkte, dass ein Teil seiner Tiere nach dem Verzehr einiger Sträucher seltsam launisch umhersprangen. Sie wirkten plötzlich ungemein aufgeweckt und aktiv. Er hatte keine Kontrolle mehr über die Herde, wie noch vor dem Verzehr des weißblütigen Strauches.

Kaffee und seine Wirkung im Selbstversuch

Ein weiterer Hirte, dessen Name oft mit Kaldi beschrieben wird, führte den Selbstversuch aus und war verwundert und erschrocken zugleich, denn auch er stellte eine deutlich belebende Wirkung fest. So machte er sich mit seinem Kollegen auf den Weg zum ortsansässigen Kloster.

Die Mönche reagierten erstaunt und ungläubig, sollte es sowas tatsächlich geben? Ein Strauch mit weißen Blüten und roten Früchten, der das Leben erträglicher macht? Sie wollten es herausfinden, und kochten aus den Früchten, die den Kirschen besonders ähnlich sehen, einen Aufguss. Nach dem Verzehr blieben Sie bis tief in die Nacht herein wach. Sie beteten und unterhielten sich über diese ungewöhnliche Pflanze – und nutzten ihre Vorzüge nun Tag für Tag für sich aus. Der Kaffee war geboren.

Eine andere Legende besagt, der eine Hirte habe aufgrund des bitteren Geschmacks die im rohen Zustand fast ungenießbaren Früchte ins Feuer gespuckt, woraufhin die auch heute in der Werbung oftmals zelebrierte Kaffeeröstung samt ihren aromatischen Düften ihren Ursprung fand. Bereits im 9. Jahrhundert wird die Kaffeebohne im Südwesten Äthiopiens erwähnt. Jedoch ohne eine Funktion und einen Nutzen. Man kannte die Pflanzenart, wusste aber nichts mit ihr anzufangen. 500 Jahre später brachten Sklavenhändler das noch nutzlose Gut nach Arabien.

Verbreitung und Röstung des Kaffees

Ein weiteres halbes Jahrhundert verging, bis man dort auf die Idee kam, ihn zu rösten und zu trinken. Der Kaffeeanbau brachte Arabien einige Reichtümer ein, der Ort hatte von nun an eine Art Patentanspruch. Das Handelszentrum hieß, und den Namen werden alle Kaffeegenießer sicherlich kennen, Mocha (auch Mokka) genannt.

Dieser geschichtsträchtige Ort wird auch heute noch von einigen Menschen besiedelt. Er liegt im Jemen und heißt al-Mukha. Eine Hafenstadt. Wirtschaftlich passiert jedoch kaum noch etwas. Bauruinen verfallen oder werden von den Sanddünen verschüttet. Einige Fischer sorgen noch für sich und ihre Familien, sonst ist vergleichsweise kaum noch etwas von der einstigen Pracht und Größe zu sehen.

Um 1299 entstand das Osmanische Reich, wo man nach einiger Zeit ebenfalls Kaffee genoss. Auch in Persien war das Getränk alsbald sehr beliebt. Nebenher sind Aufzeichnungen zu finden, wonach auch in Kairo, Syrien und Kleinasien Kaffee getrunken wurde. Diese Aufzeichnungen sind auf das Jahr 1532 datiert. Wenige Jahre später wurde trotz heftiger Kritik des islamischen Staates das erste Kaffeehaus in der Hauptstadt Konstantinopel eröffnet, heute besser bekannt als „Istanbul“.

Aufgrund verschiedener Oppositionen wurde Kaffeekonsum im Osmanischen Reich zwischenzeitlich untersagt, sodass sogar einige Kaffeehäuser schließen mussten. Einige Besitzer tarnten ihre beliebten Kaffeehäuser der Sage nach als Barbierläden, um nicht geschlossen zu werden. Im Zuge der Reformpolitik konnte ab 1839 endgültig ohne Sorge ausgeschenkt und getrunken werden.

Erste Kaffeehäuser in Europa

In dem ganzen Trubel um die wundersame Kaffeebohne wurde das Getränk 1615 bereits in Venedig genossen, 1640 eröffnete das erste Kaffeehaus in Wien. Die Karriere des Kaffees konnte nicht mehr aufgehalten werden. Weltumspannend genoss man den Aufguss – allerdings war der Konsum von Kaffee noch wohlhabenden Menschen vorbehalten. Kaffee war ein Luxusgut, das importiert werden musste.

Viele Jahre später hatte Johann Wolfgang von Goethe die Idee, die Bohnen zu destillieren. Der Chemiker Friedlieb Ferdinand Runge nahm sich diesem Gedanken an und entdeckte daraufhin – fast zufällig – das Koffein. Nun konnte endlich herausgefunden werden, welcher Stoff dem Kaffee seine unnachahmliche und fast schon magische Kraft verleiht.

In Schweden versuchten Teile der Gefolgschaft im Auftrag des Königs Gustav III gegen Ende des 18. Jahrhunderts zu beweisen, dass Kaffee giftig, gar tödlich sei. Zwei zum Tode verurteilte Schwerverbrecher wurden genötigt, jeden Tag Kaffee beziehungsweise Tee zu trinken. Der König wollte so beweisen, dass Tee wesentlich gesünder sei, heilend und belebend wirke, und der Konsum von Kaffee gefährliche Konsequenzen hatte. Beide überlebten den Test. Und den König. Am Ende starb der Teetrinker zuerst – im Alter von 83 Jahren.

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