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Kaffee- und Espressomühlen: Mühlen, Mahlwerke, Mahlgrade

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Das Geräusch, das in der Küche ertönt, wenn Kaffeebohnen gemahlen werden, ähnelt einem Rappeln. Jeder Kaffeefan kennt es und schätzt es, auch wenn es nicht gerade leise ist. Das typische Rappelgeräusch läutet die Kaffeezubereitung ein und die Vorfreude ist groß, wenn die ersten Aromen sich in die Nase schleichen. Genau darauf kommt es an: Das Aroma.

Frische Aromen sind der Grund, warum viele Kaffeefans ihre Kaffeebohnen selbst frisch mahlen und keinen gemahlenen Kaffee kaufen. Wie auch bei der Zubereitung gibt es verschiedene Möglichkeiten: Angefangen bei den klassischen Kaffeemühlen mit den kleinen Schubladen für das Kaffeepulver über moderne Mühlen aus Edelstahl bis hin zu hochwertigen Kaffeemühlen mit wärmeabsorbierendem Scheibenmahlwerk reicht die Palette. Die Frage, worauf zu achten ist beim Kauf einer Kaffeemühle, liegt nahe.

Manuelle Kaffeemühle kaufen? Trinkgewohnheiten beachten

Grundsätzlich gilt: Die eigenen Trinkgewohnheiten sind nicht zu vernachlässigen. Trinkst Du nur ein bis zwei Tassen Kaffee täglich, muss es keine Maschine mit 500g Füllmenge sein. Hier reichen kleinere Modelle, wobei Handarbeit oder Automatik eine Sache des Komforts sind. Du kennst bestimmt noch die klassischen Kaffeemühlen mit den kleinen Schubladen und dem Handhebel am Kopf der Mühle. Es gibt sie immer noch! Der Hersteller Zassenhaus produziert sie seit über 140 Jahren – natürlich mit kleinen Verbesserungen. Diese Tisch- oder Schoßmühlen verfügen über ein hochwertiges Mahlwerk aus speziellem Stahl.

Elektrische Kaffeemühle kaufen? Mehr Komfort!

Etwas mehr Komfort bieten elektrische Mühlen. Allerdings müssen hier schon etwa 100 Euro investiert werden. Das Preisspektrum reicht dann bis über 500 Euro, wobei es starke Unterschiede beim Funktionsumfang, den technischen Eigenschaften und dem Anwendungsbereich gibt. So werden die großen Modelle vorzugsweise in der Gastronomie verwendet, wo vielleicht hundert Tassen Kaffee am Tag über den Tresen gehen. Für den privaten Gebrauch reicht sicherlich eine Nivona CafeGrano 130 Kaffeemühle aus, für einen Espresso aber lieber eine Espressomühle, mit einer Auflage für den Siebträger.

Welches Mahlwerk für Kaffee oder Espresso?

Neben der Trinkkultur, dem Funktionsumfang und dem Anwendungsbereich spielt aber auch die Beschaffenheit des Mahlwerkes eine Rolle. Denn wichtig ist die Größe der Kaffeepartikel – die Körnung sollte für Filterkaffee möglichst gleichmäßig sein. Das ist wichtig für die spätere Extraktion – das Lösen der Inhaltsstoffe des Kaffees bei der Kaffeezubereitung. Experten raten dazu, nicht an der Mühle zu sparen, um dem Kaffeemehl alle Aromen entlocken zu können.

Grundsätzlich wird zwischen Scheiben- und Kegelmahlwerk unterschieden. Scheibenmahlwerke kommen häufiger zum Einsatz, das bedeutet aber nicht, dass Kegelmahlwerke weniger gut sind. Vielmehr kommt es auf den Anwendungsbereich an: In der Gastronomie werden wegen der höheren Drehzahlen eines Scheibenmahlwerkes oft wärmeabsorbierende Materialien verwendet. Für den privaten Bereich kommen kleinere Kegelmahlwerke zum Einsatz, die dennoch ein hohes Drehmoment beim Mahlen von Kaffee- und Espressobohnen erzeugen können.

Wichtig ist auch der Unterschied zwischen Kaffeemühlen und Espresomühlen: Eine Kaffeemühle mahlt nicht so fein wie eine Espressomühle, da Espressomehl weitaus feinkörniger sein muss, um eine ideale Extraktion der Kaffeearomen zu erreichen.

Welcher Mahlgrad für welche Zubereitungsart?

Für jede Art der Zubereitung gibt es Empfehlungen für die Größe der Partikel, sprich für den Mahlgrad: Sehr fein gemahlenes Kaffeepulver wird gerne für Mokka verwendet. Da Mokka oft leicht bitter schmeckt, werden Gewürze wie Zimt, Kardamon und auch Rosenwasser sowie Zucker hinzugefügt. Für Siebträgermaschinen wird hingegen ein fein gemahlenes Kaffeepulver bevorzugt, welches eine perfekte Mischung aus Kaffeestaub und Kaffeemehl haben muss. Durch den hohen Druck kommen Kaffeepulver und Wasser nur für Sekunden in Kontakt- so wird die Über- und Unterextraktion vermieden.

Herkömmliche Kaffeemaschinen und Handfilter erfordern ein mittel gemahlenes Kaffeepulver; hier ist die Kontaktzeit von Kaffee und Wasser hoch und deshalb sollte die Körnung eben etwas gröber ausfallen. Pressstempelkannen oder French Press Kaffeebereiter und auch die Karslader Kanne können mit grob gemahlenem Pulver befüllt werden. Auch hier ist der Grund dafür die lange Kontaktzeit von Kaffeepulver und Wasser.

 



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