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Erbgut der Arabicabohne: Kaffee-Genom entschlüsselt!

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Anfang des Jahres entdeckte ein internationales Forscherteam erste Teile des Genoms der Arabicabohne. In einem Mammutprojekt fanden sie heraus, wie die genetischen Sequenzen aussehen, die den Bauplan der Coffea Arabica Pflanze bilden. Das klingt spannend und kann nützlich sein. Aber genveränderter Kaffee? Lieber nicht.

Mittels Genomanalyse fanden die Forscher heraus, wie die Kaffeegene aussehen und welche Genkombinationen sich von anderen Pflanzen deutlich unterscheiden. Weitere Forschungen verglichen Kaffee auch mit Wein oder Tomaten, dabei waren 16.000 Gene im Grunde gleich. Manche Baupläne in der Pflanzenwelt haben die gleiche Struktur.

Kein Wunder also, dass ein Barista auf ähnliche Weise von Kaffee schwärmen kann wie ein Wein-Sommelier. Habt ihr bestimmt schon mal gehört: Nussig, mit feiner Note von Schokolade und Anflügen von Zimt. Das Gurgeln bei der Verkostung ist natürlich nicht zu vergessen. Oder man nimmt einfach einen kräftigen Schluck und sagt, ob’s schmeckt.

Kaffee & Espresso sind immer noch Naturprodukte

Es ist eine Sache zu wissen, was alles in der Kaffeepflanze steckt und wie die mehr als 1000 Kaffeearomen zusammengesetzt sind. Eine andere, sie genetisch zu verändern. Das sieht der Deutsche Kaffeeverband ganz ähnlich: Kaffee sei ein Naturprodukt, dessen genveränderte Varianten im Supermarkt schlicht unverkäuflich wären.

Rohkaffee ist eben ein natürlicher Rohstoff, der viel Liebe und Erfahrung im Anbau benötigt. Genauso wie Wein. Kaffeeanbau ist auch ähnlich kompliziert: Die Bohnen sind empfindlich, sie brauchen bestimmte klimatische Bedingungen, guten Boden und vieles mehr. Wobei es hier deutliche Unterschiede zwischen Arabica- und Robustakaffee gibt.

Kaffeerost und Kaffeekirschenkäfer bedrohen die Ernten und die Kaffeebauern müssen etwas dagegen tun, damit sie nicht die Ernte und ihren Unterhalt verlieren. Manche Konzerne liebäugeln hier mit effektiven Lösungen, die sie sich von der Veränderung des Erbgutes versprechen. Zum Beispiel, um den Ertrag zu erhöhen, Kaffee widerstandsfähiger zu machen oder gar den Geschmack zu verändern.

Wieso genveränderter Kaffee keine Alternative sein sollte

Aber wenn man die Gene der Kaffeepflanze verändert, hat man kein Naturprodukt mehr, sondern etwas Künstliches, das im Labor statt auf dem Feld entstanden ist. Wenn internationale Konzerne das Erbgut der Kaffeebohne verändern, ist das mehr als bedenklich. Zumal es auch natürliche Methoden der Schädlingsbekämpfung gibt. Mithilfe von Mischkulturen und natürlichen Antagonisten wie speziellen Wespenarten oder Pilzen können Kaffeeschädlinge bekämpft werden, ohne der Natur, dem Rohstoff oder den Kaffeebauern zu schaden.

Und wieso will man Geschmack des Kaffees überhaupt verändern? Das erschließt sich wohl keinem Kaffeefan! Was haltet ihr davon, die Kaffeegene zu verändern?

 

 

 

 

 

 



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