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Die ultimative Top 5 der Kaffeetrends 2017

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Normalerweise erscheinen solche Texte zu Beginn eines Jahres, auch wenn die Trendvorhersage dann mehr als wackelig ist. Wir haben uns deshalb die aktuellen Top 5 Kaffeetrends des Jahres 2017 genau jetzt, also mittendrin, angeschaut, um zuverlässigere Trendbotschafter zu sein.

Kaffeetrend Nr. 1: Filterkaffee heißt jetzt „Pour Over Coffee“

Dieser Trend fällt definitiv in die Kategorie „Back to the roots“. Er versteckt sich allerdings unter einem neuen Namen – natürlich englisch, denn dann klingt es gleich viel interessanter: es handelt sich um den „Pour Over“ Kaffee. Im Prinzip ist er nichts anderes als ein Filterkaffee, der nicht umsonst seit langem Platz 1 der liebsten Zubereitungsart der Deutschen belegt. Der Unterschied: Pour Over Kaffee wird mit der Hand aufgegossen.

Doch nicht nur der Name hat sich verändert. Es ist beim Pour Over auch essentiell, nur die aromatischsten und frischesten Bohnen zu verwenden – am besten in Verbindung mit schickem Zubehör. Oma`s alte Filtermaschine kann demnach getrost entsorgt und durch moderneres Equipment ersetzt werden. (Noch schickere Gerätschaften findet ihr allerdings beim nächsten Kaffeetrend!)

Pour Over ist Filterkaffee 2.0, denn ihm wird mehr Aufmerksamkeit und Liebe entgegengebracht. Man pflegt sein Equipment, als wäre es der wichtigste Teil der Küche – mal ehrlich, Kaffee ist ja wohl auch das Wichtigste! Die bewährten Aromen sind dem Filterkaffee während seiner Weiterentwicklung zum Pour Over erhalten geblieben. Der Geschmack ist klar und die fruchtigen Noten der Bohne kommen zum Vorschein.

Kaffeetrend Nr. 2: Kalt gebrühter Kaffee – Cold Brew und Cold Drip

Bei diesen beiden Kaffeetrends handelt es sich um die kalte Zubereitung von Kaffee. Sie haben die lange Ziehzeit von mindestens acht Stunden gemein, die nötig ist, um jedes noch so kleine Aroma aus der Kaffeebohne heraus zu filtern. Bei der Cold Brew-Zubereitung wird das gefilterte Wasser in einem Zug über das Kaffeepulver gegeben – beim Cold Drip geschieht das tröpfchenweise und über einen längeren Zeitraum verteilt.

Das Endergebnis ist bei beiden Trends gleich: ein milder Kaffee mit bis zu doppelt so vielen Aromen, wie bei heiß gebrühtem Kaffee. Der kalte Kaffee wird meist über Nacht zubereitet – bestimmte Cold Brew Maker ermöglichen sogar eine einfache Zubereitung für Unterwegs. Doch hier hört die Vielseitigkeit des Cold Brew und Drip Kaffees nicht auf: man kann ihn mit Fruchtpüree, Vanille- und Nuss-Aromen oder sogar mit Gin Tonic verfeinern. Cold Brew und Cold Drip sind die hohe Kunst der Heim- und Profi-Barista und lassen euch Freiraum für Kreativität und Experimentierfreude.

Kaffeetrend Nr. 3: Conscious Coffee und Sourcing Beans

Consciousness (Deutsch: Bewusstsein) und Nachhaltigkeit sind bei Kaffee und Espresso schon länger ein Thema. Das Stichwort heißt: Sourcing Beans. Doch die Wurzeln dieses Trends liegen nicht in der Geschichte des Kaffees, denn sie sind gesellschaftlicher Natur. Umweltschutz und Ressourcenschonung haben sich in vielen Bereichen unseres Lebens ausgebreitet. Sei es die Gesellschaft, die von den großen Treibern der Wirtschaft nun auch eine soziale Verantwortung fordert oder die Politik, die auf nachhaltige Energiegewinnung setzt.

Am größten ist der Trend jedoch in dem Verhalten der Verbraucher zu erkennen, denn wir wollen wissen wo unsere Lebensmittel herkommen. Wir möchten lokale Bauern unterstützen und wenn diese Option nicht gegeben ist, dann möchten wir wissen, unter welchen Bedingungen unsere Lebensmittel vor Ort angebaut werden.

Da Kaffee eine immer zentralere Rolle in unserem Leben einnimmt, befassen sich Interessierte nun mit geographischen Bedingungen, Bodenbeschaffenheiten, Wetter und Höhenlagen der Kaffeestauden. Denn all diese Faktoren beeinflussen den Geschmack der Kaffeebohne und will man den perfekten Kaffee für sich finden, muss man sich eben damit befassen. Doch dafür ist auch Transparenz seitens der Kaffeelieferanten und Kaffeebauern notwendig.

Diese Transparenz hat auch positive Aspekte für das andere Ende der Nahrungsmittelkette. Denn Verbraucher, die wissen wo ihre Produkte herkommen, sind auch gewillt mehr Geld dafür auszugeben. Und wenn die Kaffeequalität passt, dann wird diese angemessen bezahlt und es landet ein größerer Betrag bei den Kaffeebauern. Teilweise können auch unnötige Zwischenhändler umgangen und dadurch Kosten gespart werden. Einfacher ginge das natürlich, wenn man Kaffee direkt von Röstereien beziehen würde. Dies ermöglicht der folgende Trend der „Mikro-Röstereien“.

Kaffeetrend Nr. 4: Micro-Lot-Kaffees und Mikro-Röstereien

Diese Trends klingen im ersten Augenblick zwar etwas fremd, doch glaubt uns, dahinter versteckt sich etwas sehr Interessantes. Beginnen wir mit den Micro-Lots. Der Name findet seinen Ursprung vermutlich in dem Begriff „Kaffeelot“, dem Schöpfmaß für gemahlene Kaffeebohnen, oder im Thema Finanzen, wo auch von Micro-Lots gesprochen wird. Micro deutet auf die kleine Größe hin. Es handelt sich um eine bestimmte Art der Kaffeebohnengewinnung, die sich in vielen Aspekten von der üblichen unterscheidet. Denn bei Micro-Lots wird entweder an einer besonders gut geeigneten Stelle Kaffee angebaut, oder es werden nur die besten Kaffeebohnen ausgewählt.

Ziel ist es, die reifsten und schönsten Bohnen zu ernten, um daraus einen Erste-Klasse-Kaffee herzustellen. Der Aufwand und das Ergebnis sind 1:1 mit dem eines Spitzen-Weinanbaugebietes zu vergleichen. Mit der industriellen Kaffeegewinnung durch riesige Kaffeeplantagen hat das rein gar nichts gemein. Die Bauern, die Micro-Lots betreiben, kennen sich bestes mit den äußerlichen Faktoren der Gegend aus und wissen, wie sie ihren Bohnen den letzten Feinschliff verleihen können.

Sie hegen und pflegen ihre Kaffeepflanzen, als wären sie ihre Schützlinge – und das macht sich wiederum im Geschmack des Endergebnisses bemerkbar. Eine Ernte der exklusiven Bohnen ergibt meist 20 bis 40 Säcke mit je um die 65kg Kaffeebohnen. Um an diese Ware heranzukommen, muss ein Kenner schon geschickt sein, denn sie ist heiß begehrt. Abhilfe leistet hierbei die „Alliance for Coffee Excellence“, denn sie nominiert jährlich in verschiedenen Ländern die besten Kaffeebohnen von den besten Kaffee-Fincas.

Mikro-Röstereien sind das Pendant zu Micro-Lots, denn sie rösten Bohnen in kleinen Mengen direkt dort, wo die Verbraucher wohnen – also auch bei euch zu Hause! Es sind Bewegungen wie diese, die dem Kaffee einen ganz neuen Stellenwert verleihen – und nebenbei auch ganz neue Aromen! Denn durch das behutsame Rösten kleiner Mengen an Kaffeebohnen, kann nach Herzenslust experimentiert werden. Die neuartigen Ergebnisse werden meist in den dazugehörigen Cafés angeboten. Schaut doch mal bei uns in der Coffeethek in Herford oder Bad Salzuflen vorbei! Und wem die Anreise zu weit ist, der wird im Kaffee Onlineshop fündig.

Kaffeetrend Nr. 5: Zimtröstungen alias Light Roast Coffee

Helle Röstungen (oder „light roast“) sind vor allem in Skandinavien weit verbreitet. Aufgrund ihrer Farbe werden sie häufig auch Zimtröstungen genannt. Die Kaffeebohne wird in diesem Röstverfahren kürzer geröstet. Durch die kürzere Röstzeit sind weniger Bitterstoffe in der Bohne enthalten, denn diese entstehen erst während des Röstens. Gleichzeitig wirken sie auch etwas säuerlicher als dunkle Röstungen, da in ihr noch die feinen Fruchtsäuren enthalten sind. Helle Röstungen werden aufgrund ihrer vollmundigen Aromen häufig für Brühkaffee und vor allem Handfilter Kaffee verwendet. Dunklere Röstungen werden hingegen meist zu Espresso verarbeitet, da sie durch den geringeren Anteil an Säuren magenfreundlicher sind.



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