x
Kategorien Seiten
Genießer aufgepasst Genießer aufgepasst: Dienstags und Donnerstags wird in der Coffeethek frisch geröstet!

Vegane Alternativen: Latte Macchiato & Cappuccino ohne Kuhmilch 

Teilen Drucken E-Mail

Vegan hier, Bio dort – von gesunder Ernährung und alternativen Lebensmitteln hören wir momentan an jeder Ecke. Doch wie gut kann man vegane Alternativen in seinen Alltag integrieren und sind sie wirklich besser für uns und die Umwelt? Wir haben vier Lebensmittel unter die Lupe genommen, die die Milchkaffee-Milch in unseren Kühlschränken ersetzen wollen oder müssen, wenn wir es mit einer Unverträglichkeit zu tun haben.

Alternative 1 – Kaffee mit Mandelmilch

Die Mandelmilch ist eine pflanzliche Alternative zur Kuhmilch und besteht aus einem Gemisch aus gemahlenen Mandeln und Wasser, weshalb man es genau genommen nicht als Milch bezeichnen kann. Sie ist besonders gut für Lebensmittelallergiker geeignet, da sie kein Milcheiweiß, Milchzucker, Soja und kein Gluten enthält.

Das einzig Ungesunde an Mandel-Drinks sind nicht etwa die Mandeln, sondern der häufig raffinierte Zucker, der von vielen Herstellern hinzugefügt wird und welcher oft einen höheren Anteil am Drink ausmacht als die Mandeln selbst. Greift deshalb lieber zur ungesüßten Variante oder macht eure Mandelmilch gleich selbst. Die Umweltbelastung durch den Mandelanbau ist zwar geringer als die Belastung, die durch Kühe und Kuhmilch entsteht, sie ist jedoch vorhanden. Denn Mandeln benötigen wie andere Lebensmittel viel Wasser, um zu wachsen.

Alternative 2 – Kaffee mit Reisdrinks

Die zweite Alternative in unserem Vergleich bilden die Getreidedrinks. Zu dieser Kategorie zählen unter anderem Reis-, Soja- und Haferdrinks. Zur Herstellung dieser Milchalternativen wird das Ausgangsmaterial gemahlen, mit Wasser versetzt und gekocht. Durch das Erhitzen gehen empfindliche Enzyme verloren, weshalb diese oft im Nachhinein hinzugefügt werden.

Wer eine zuckerarme Ernährung anstrebt, sollte auch bei diesen Drinks auf ungezuckerte Varianten zurückgreifen. Reisdrinks sind laktosefrei, glutenfrei und milcheiweißfrei – enthalten jedoch auch deutlich mehr Kohlenhydrate als Eiweiß. Als Eiweißquelle eignen sich Reisdrinks demnach nicht.

Alternative 2.0 – Kaffee mit Sojadrinks

Sojadrinks sind ebenso wie die Reisvariante laktosefrei, glutenfrei und milcheiweißfrei. Der Eiweißgehalt kommt dem der Kuhmilch gleich, weshalb sich Sojadrinks gut als Proteinlieferant eignen. Mit dem Kalziumgehalt der Kuhmilch kann diese Variante jedoch nicht mithalten.

Achtung ist geboten, wenn Pollen-Allergien bekannt sind, da bei diesem Milchersatz Kreuzreaktionen vorkommen können. Zudem solltet ihr immer auf Bio-Sojadrinks zurückgreifen. Dadurch wird der pestizidfreie Anbau der Sojabohne in der EU gefördert. Andere Sojabohnen haben ihren Ursprung oft im Amazonasgebiet, wo Regenwälder für den Anbau der Bohne weichen müssen. Auf die Herkunft eines Lebensmittels zu achten, kann ja nicht schaden.

Alternative 2.1 – Kaffee mit Haferdrinks

Haferdrinks haben im Vergleich zu Drinks aus Soja und Reis viele Ballaststoffe. Sie enthalten jedoch auch Gluten. Als Energielieferant eignet sich die Kuhmilchalternative trotz des geringeren Fettanteils allemal. Haferdrinks sind zudem nachhaltiger als andere Milchalternativen, größtenteils biologisch und Gentechnik-frei.

Als Babynahrung eignen sich die Milchalternativen nicht, da sie nicht über die Bandbreite an Mineralien und lebenswichtigen Stoffen verfügen, wie es bei Kuhmilch der Fall ist. Für Erwachsene, die an Unverträglichkeiten leiden oder sich bewusster und pflanzlicher Ernähren wollen, sind sie jedoch gute Alternativen. Sie verleihen unserem morgendlichen Kaffee eine zusätzliche Geschmacksnote und bringen etwas Abwechslung in unser routiniertes Leben. Zudem drehen wir der Massentierhaltung den Rücken zu und können dadurch unseren Kaffee noch ein bisschen mehr genießen.

Die Coffeethek – Kaffeegenuss – frisch geröstet