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Kaffeebohnen ohne Kaffeemühle mahlen – So geht’s

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Kaffeemühlen brechen optimaler Weise die Bohnen mittels eines Kegel- oder Scheibenmahlwerks. Dadurch können sich die in ihr enthaltenen ätherischen Öle richtig entfalten – anders als es beim Zerschneiden, Zerhacken oder Zerquetschen der Kaffeebohnen der Fall wäre. Doch was könnt ihr tun, wenn ihr einen frischen Espresso oder Filterkaffee genießen möchtet, jedoch keine Kaffeemühle zur Hand habt? Wir haben gängigen und unkonventionellen Wege zur gemahlenen Kaffeebohne unter die Lupe genommen.

Alternative 1 – Der Mörser plus Stößel

Für das Mahlen der Kaffeebohnen mit einem Mörser einfach die Bohnen in kleinen Portionen in den Mörser geben und loslegen. Das Zerstampfen zerkleinert zwar die Bohnen, doch das Ergebnis ist in seiner Körnung nicht wirklich gleichmäßig. Zudem ist es ein ziemlicher Kraftakt, bis ihr eure Kaffeebohnen soweit habt, dass ihr sie filtern könnt. Doch gleichzeitig ist das Mörsern die wohl älteste Zubereitungsart und hat etwas Ursprüngliches an sich. Auch heute noch wird diese Methode in äthiopischen Kaffeezeremonien angewandt. Dort, wo die Ursprünge des Kaffees vermutet werden.

Alternative 2 – Der Fleischhammer

Hierfür benötigt ihr Kaffeebohnen, einen Fleischhammer, einen Gefrierbeutel und eine stabile Unterlage, z.B. ein Schneidebrett aus Holz. Zuerst die Kaffeebohnen in den Beutel füllen, sodass er sich flach auf das Brett legen lässt. Gut verschließen und dann euren Aggressionen freien Lauf lassen, denn es heißt: Loshämmern! Solange bis eure Kaffeebohnen den gewünschten Zustand erreicht haben. Wie eben schon erwähnt, ist dies zwar nicht die optimalste Art Bohnen zu zerkleinern, aber wie man so schön sagt – Not macht erfinderisch.

Alternative 3 – Das Nudelholz

Diese Methode ähnelt der zweiten Alternative mit dem Fleischhammer. Doch hier werden die Bohnen nicht zerschlagen, sondern zerquetscht. Dafür eure Kaffeebohnen wieder in den Gefrierbeutel füllen, gut verschließen und flach auf eine stabile Unterlage legen. Nun mit voller Kraft mit dem Nudelholz über die Bohnen rollen. Dadurch werden sie aufgebrochen und gemahlen. Diese Methode ist etwas sanfter zu den Bohnen als das Zerschlagen, doch wie alle Alternativen bis jetzt: anstrengend und kräfteraubend.

Alternative 4 – Standmixer und Stabmixer

Diese Variante schont unsere entkräfteten Arme nach der ganzen Anstrengung ein wenig. Ihr gebt lediglich die gebrauchte Menge an Bohnen entweder in einen Behälter oder in den Standmixer und mixt sie. Zwischendurch immer mal wieder umrühren, damit auch alle Bohnen gleichmäßig zerkleinert werden. Allerdings sollte eurer Mixer dafür auch genug Leistung aufbringen können, aber bei den meisten Geräten sollte das kein Problem darstellen. Diese Methode ist simpel und schnell, doch lasst euch nicht dazu verleiten, die Bohnen zu lange zu mahlen. Also zwischendurch immer mal wieder anhalten und den Mahlgrad überprüfen. Dann sollte euch und eurem Kaffee nichts mehr m Wege stehen.

Alternative 5 – gemahlene Kaffeebohnen oder eine Kaffeemühle

Diese Alternativmethoden zerkleinern unsere geliebten Kaffeebohnen allemal, doch aufwendig und teilweise reinigungsintensiv sind sie leider auch. Deshalb beim nächsten Einkauf einfach gleich zu den gemahlenen Bohnen greifen, wenn man keine ordentliche Kaffeemühle zur Hand hat. Wer seine Bohnen jeden Tag frisch mahlen möchte, sollte vielleicht lieber in eine Kaffeemühle investieren. Auf diese Weise ist die Körnung gleichmäßig und die Aromen sind so frisch, wie es nur eben geht. Welche Variante überzeugt euch am meisten? Seid ihr eher Kaffeemühlenfantastiker oder nehmt ihr es nicht so genau mit Mahlgrad, Aromafrische und Co.?

Die Coffeethek – Kaffeegenuss – frisch geröstet