x
Kategorien Seiten
Genießer aufgepasst Genießer aufgepasst: Dienstags und Donnerstags wird in der Coffeethek frisch geröstet!

Kaffee oder Tee? Wie verschieden Koffein und Tein wirken

Teilen Drucken E-Mail

Kaffee macht müde Beine munter. Manch einer kann ohne den Kaffee morgens kaum aus dem Haus gehen und muss sich aufgrund des Kaffeemangels krank melden oder zur Arbeit kriechen.

Wer keinen Kaffee mag – das soll es ja geben –, kann zu grünem oder schwarzem Tee greifen. Doch: wie unterschiedlich wirken Kaffee und Tee? In der Überschrift stehen die Begriffe Koffein und Tein so, als ob es einen klaren Unterschied in der chemischen Zusammensetzung gäbe. Neuere Forschungen gehen allerdings davon aus, dass es ein und derselbe Stoff ist: das Koffein. Nur der Wirkmechanismus ist verschieden. Die Gründe dafür, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Eine Kaffeebohne enthält etwa zwei Prozent Koffein und die gleiche Menge Tee bringt es auf bis zu fünf Prozent. Aber: Der Anteil an Koffein ist immer abhängig von der gesamten Flüssigkeitsmenge. Pro Liter werden die Unterschiede deutlich: Für einen Liter Filterkaffee benötigt man circa 50 Gramm gemahlene Kaffeebohnen, für einen Liter Tee aber nur 13 Gramm fermentierte Teeblätter. Auf eine Tasse heruntergerechnet hat Kaffee also mehr Koffein.

Eine Tasse Kaffee: Koffein & seine Wirkungen

Wird diese Tasse Kaffee nun genüsslich getrunken, stellen sich die Effekte recht schnell ein. Das Koffein gelangt ins Blut, da es die Blut-Hirn-Schranke fast ohne Hemmnisse passiert. Koffein entfaltet seine Wirkung dann im zentralen Nervensystem, indem es an bestimmte Rezeptoren andockt und diese besetzt, ohne sie zu aktivieren. Diese Rezeptoren nehmen normalerweise Adenosin auf, ein Stoff, der das Gehirn vor zu viel Anstrengung schützen soll. Koffein ist ähnlich aufgebaut wie Adenosin, aber Koffein aktiviert die Rezeptoren nicht.

Die Folge ist, dass die Nervenzellen auf hohem Niveau arbeiten, weil sie nicht durch Adenosin aktiviert werden – an den Stellen dockt ja das untätige Koffein an. Für uns fühlen sich diese Effekte wie eine Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und eine Erhöhung der Aufmerksamkeit an. Die Denkleistung steigt, weil das Koffein das Gehirn ein wenig ausgetrickst hat: Es schaltet sozusagen den Turbo an.

Eine Tasse Tee: Tein (Koffein) & seine Wirkungen

Teeblätter enthalten weniger Koffein und der Stoff ist hier an Gerbstoffe gebunden, die den Wirkmechanismus beeinflussen: Das Koffein aus dem Tee kann der Körper nicht vollständig aufnehmen. Die eigentliche Wirkung verlangsamt sich und ist etwas schwächer als beim Kaffee. Im Gegenzug belohnt das Koffein aus dem Tee den Genießer mit einer länger anhaltenden Wirkung.

Ausschlaggebend dafür ist jedoch die Ziehzeit: Bei kurzer Ziehdauer, entstehen weniger Gerbstoffe und das Koffein kann seine Wirkung im zentralen Nervensystem entfalten. Zieht der Tee länger, wirkt er eher beruhigend als anregend, da die Gerbstoffe die Wirkung beeinflussen und das Koffein Schritt für Schritt freigesetzt wird. Grüner Tee besitzt übrigens mehr Gerbstoffe als schwarzer und Milch im Tee hebt die Wirkung des Koffeins auf.

Dass wir viele verschiedene und frisch geröstete Kaffee- und Espressosorten im Angebot haben, wisst ihr schon lange. Zum Beispiel: Spezialitätenkaffee, Beste Kaffeesorten und richtig guter Espresso . Aber wusstet ihr, dass wir auch Tee anbieten? Dann schaut doch hier mal vorbei: Tee und Chai. Bis bald!



Keine Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtfeld

Die Coffeethek – Kaffeegenuss – frisch geröstet