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Cold Brew Kaffee – dieser Kaffeetrend kämpft gegen die Schnelllebigkeit

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Der Wecker klingelt. Mit müden Schritten wankt man zu seinem Kaffeevollautomaten, drückt einen Knopf und schon hat man seinen morgendlichen Lebensretter in der Tasse. Der Cold Brew Trend geht da jedoch ein bisschen anders vor! Denn bei Cold Brew Coffee geht es darum, das Beste aus der Bohne herauszuholen – und zwar ganz ohne kochendes Wasser und mit viel Geduld.

Doch was ist so besonders am Cold Brew Coffee? Zu aller erst müsst ihr wissen, dass es sich hierbei nicht um einen Eiskaffee (wie im Bild) handelt, denn diese werden meist heiß gebrüht und dann durch Eiswürfel herunter gekühlt. Beim Cold Brew verzichtet man jedoch bereits bei der Zubereitung auf die Hitze. Dadurch wird der Bohne weniger Säure entzogen und das Endresultat ist milder und süßer. Der Koffeingehalt und die Aromen bleiben erhalten.

So kann’s gehen: Zubereitung des Cold Brew Kaffees

Wie bei jedem anderen Kaffee ist auch hier die Kaffeebohne das Ausgangsmaterial. Besonders gut eignet sich unter anderem die etwas mildere Arabica Bohne. Pro Liter Wasser benötigt ihr 60 bis 100 Gramm Kaffee – hier variieren die Angaben. Die Kaffeebohnen werden grob gemahlen (denn nur so kann man sie nachher unbeschwert wieder herausfiltern!) und mit einem Liter Wasser versetzt. Es steht euch frei, ob das Wasser kalt ist oder Zimmertemperatur hat. Anschließend einmal umrühren und für mindestens 10 Stunden ruhen lassen. Besser sind 24 Stunden.

Je nachdem welchen Behälter ihr verwendet, wird nach der Ruhezeit der Kaffeesatz herausgefiltert. Bei einem einfachen Behälter empfiehlt sich ein Küchentuch als Filter. In einer French Press oder einem speziellen Cold Brew Pot sind die Filter bereits integriert. Nach Belieben kann nun der Kaffee über Eiswürfel gegossen oder mit Wasser verdünnt werden. In einem luftdichten Gefäß lässt sich der Cold Brew übrigens bis zu 10 Tage lang im Kühlschrank aufbewahren.

Kaffee mal anders: Cold Brew Varianten

Doch hier muss der Cold Brew Spaß noch nicht aufhören! Denn mit dieser mild-aromatischen Grundlage, kann so einiges gezaubert werden. Wer es fruchtig mag, kann dem Kaffeepulver zum Beispiel leicht zerdrückte Granatapfelkerne hinzufügen. Nach der Ruhezeit dann noch einen Schuss Sprudelwasser hinzufügen und fertig ist eine moderne fruchtige Variante.

Wer es lieber würziger hat, der versucht es mal mit Zimt und Cayenne Pfeffer. Wie wäre es denn mit Orangenschale und Kardamom? Oder Cold Brew Gin Tonic? Die wohl außergewöhnlichste Variante, auf die wir gestoßen sind, ist Cold Brew Coconut Water, bei welcher das Wasser komplett durch Kokosnusswasser ersetzt wird!

Euren Kaffeefantasien sind keine Grenzen gesetzt! Doch es empfiehlt sich neue Variationen am besten erst im kleinen Maßstab zu testen, damit nicht zu viel Kaffee verloren geht, wenn die Kreation mal zu exotisch geraten ist. Habt ihr es schon ausprobiert? Was ist eure Lieblingskombination? Wir freuen uns auf eure Meinungen und ersten Eindrücke!

Die Coffeethek – Kaffeegenuss – frisch geröstet